Asien kulinarisch: Das sind meine asiatischen Top-Spezialitäten

Tobi vom Blog homeiswhereyourbagis

Eine Reise nach Südostasien, egal ob für einen Strandurlaub oder eine Städtereise, ist auch immer eine Reise für den Gaumen. Die Möglichkeiten, in Südostasien gut zu essen, sind riesig, denn von Garküchen auf der Straße über Foodcourts und Märkte bis hin zu Restaurants wird eine Menge geboten.

Es ist keine Seltenheit, dass dir bei einem Spaziergang durch Bangkok oder Singapur viele Gerüche in die Nase steigen. Appetit bekommt man in Südostasien oft. Da die Portionen meist aber nicht allzu groß sind, kannst du mehr essen und somit viel probieren. Wegen der günstigen Preise ist das budgettechnisch auch kein Problem.

Was ist das Typische an der asiatischen Küche?

Typisch für die asiatische Küche sind die verschiedenen Geschmacksrichtungen: süß, sauer, scharf oder auch mal alles zusammen. Außerdem sind die meisten Gerichte schnell zubereitet und werden zumindest bei den Garküchen, auf den Märkten oder den Foodcourts direkt vor deinen Augen gekocht. So brauchst du dir keine Gedanken machen, was denn nun wirklich in deinem Gericht drin ist, denn du kannst alles live beobachten.

Wo finde ich das beste Essen in Südostasien?

Dies lässt sich in zwei Richtungen beantworten. Zum einen in Richtung Länderküche: Hier ist Thailand mein Favorit, weil dort einfach die Auswahl für mich am größten, vielfältigsten und leckersten ist. Worauf dieser Punkt aber eigentlich abzielt, sind die Gar- bzw. Straßenküchen. Das ist die zweite Denkrichtung. Denn dort habe ich die besten Erfahrungen beim Essen in Südostasien gemacht, egal ob in Bangkok, Phnom Penh, Ho Chi Minh City oder auf diversen Inseln. Aus Europa sind wir diese offenen Straßenküchen zwar nicht gewohnt, und es mag einem auch am Anfang komisch vorkommen, direkt an einer Straße zu essen, aber die leckersten Gerichte habe ich allesamt bei diesen Küchen bekommen – und dazu auch noch sehr günstig.

Hinweis: Wenn du Angst vor schlechter Hygiene bei Straßenküchen hast, dann schaue dir an, wo die Einheimischen essen. Eine Garküche mit vielen Locals ist oft ein super Hinweis darauf, dass es dort sehr leckeres Essen gibt, ordentlich zubereitet wird und du keine Probleme bekommst.

Meine 5 Lieblingsgerichte aus Südostasien

Ehrlich gesagt ist es nicht einfach, meine Lieblingsgerichte auszuwählen, denn auch wenn einem die asiatischen Küchen ähnlich vorkommen, unterscheiden sie sich doch stark im Geschmack. Ich habe auf meinen Reisen in den letzten sechs Jahren viele Gerichte in Südostasien probiert, lande aber immer wieder bei der thailändischen Küche. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch Gerichte aus Myanmar oder Indonesien, die in meine persönliche Top-5-Liste gelangen.

In Thailand ist Khao Soi eines meiner Lieblingsgerichte. Dies ist ein Kokosnuss-Curry, das wie eine Suppe serviert wird. Darin enthalten sind Nudeln und meist ein Hähnchenschenkel, der aber so zart ist, dass das Fleisch vom Knochen abfällt. Garniert ist Khao Soi mit knusprigen Nudeln und dazu werden Zwiebeln und sauer eingelegtes Gemüse serviert, die du selbst in dein Curry mischen kannst. Sehr lecker, aber meist nur in Nordthailand zu finden, im Süden eher selten.

Tipp: Mein Lieblingsrestaurant für Khao Soi liegt direkt in Chiang Mais Altstadt, schräg gegenüber des Three Kings Monument und direkt gegenüber der Lila Thai Massage. Ganz unscheinbar, aber günstig und lecker.

Platz 2 geht an Gado Gado, eines meiner Lieblingsgerichte aus Indonesien. Genau das Richtige, wenn du mal kein Fleisch brauchst, da es vegetarisch ist. Die Hauptzutaten bei Gado Gado sind verschiedene Gemüsesorten, manchmal auch etwas Tofu, Ei, Tempeh oder Kartoffeln. Was das Gericht jedoch besonders macht, ist die süße Erdnuss-Sauce. Sie macht den Geschmack von Gado Gado einzigartig und unverzichtbar auf einer Indonesien-Reise.

Laksa ist ähnlich wie Khao Soi eine Art Kokosnuss-Curry-Suppe und gehört in Malaysia sowie Singapur auf den Speiseplan. Es gibt hier auch viele Arten der Zubereitung, aber die verbreitetste Variante ist Asam Laksa mit Fisch. Die Suppe selbst wird neben dem Fisch mit Reisnudeln und der Kokosnuss-Curry-Suppe zubereitet, die auch schärfer sein kann. Wenngleich das Gericht auf den ersten Blick nicht so lecker aussehen mag, überzeugt es geschmacklich auf ganzer Linie. Fazit: Mein Platz 3.

 

Platz 4: das vietnamesische Sandwich Banh Mi. Das darf ebenfalls nicht auf der Liste fehlen. Es ist ein absoluter Klassiker Vietnams und geprägt von französischen Einflüssen der Kolonialzeit. Dabei gibt es zwei Varianten: Op La, das mit einem Ei gefüllt ist, und Thit, welches mit verschiedenen Fleischsorten sowie einer Pasteten-Füllung direkt Speichelfluss auslöst. Ähnliche Varianten davon gibt es übrigens auch in Laos oder Kambodscha – immer wieder ein Highlight im ansonsten sehr reis- und nudellastigen Südostasien.

Lahpet Thoke ist der letzte Favorit auf meiner Liste. Der Salat aus Myanmar ist komplett anders, als man es von asiatischen Gerichten gewohnt ist. Er wird aus eingelegten Teeblättern gemacht und ist ein traditionelles Gericht der Burmesen. Neben den Teeblättern sind Butterbohnen, Knoblauch, Chilis, Tomaten und klein geschnittener Kohl enthalten. Lahpet Thoke hat einen sehr eigenen, aber leckeren Geschmack und gehört zu einer Reise durch Myanmar definitiv dazu.

Geheimtipp: Die Isaan-Küche aus dem Nordosten von Thailand ist bis auf Larb Moo (ein thailändischer Fleischsalat aus gehacktem Fleisch) oder Papaya-Salat (Som Tam Poo Plara – im Isaan auch Tam Mak Hung genannt) bei vielen Touristen relativ unbekannt, deswegen möchte ich sie nicht unerwähnt lassen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, diese zu probieren, dann tut das unbedingt! Doch meist ist es leider nicht einfach, da diese kleinen Garküchen oft keine Menüs haben und du zumindest den Namen der Gerichte auf Thai kennen solltest. Daher hier eine kleine Auswahl der Gerichte:

  • Sup No Mai: Bambus-Salat
  • Goy Kai Mod Daeng: Salat aus Ameiseneiern
  • Gaeng Hed: Pilzsuppe
  • Gaeng Om: Ein Curry, das eher wie eine Suppe mit vielen Zutaten wirkt
  • Kor Moo Yang: Marinierter Schweinenacken vom Holzkohlegrill
  • Pik Gai Tod: Frittierte Chicken Wings